CDU-Sicht zur Schulpolitik
Schulpolitik
Nach kontroversen Diskussionen hatten sich am 19. Juli 2011 CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen auf einen schulpolitischen Konsens geeinigt und gemeinsame Leitlinien beschlossen.
Mehr dazu siehe unter SchulkonsensEckpunkte.pdf
"Das Wohl unserer Kinder war uns bei dieser Entscheidung wichtiger als parteipolitische Taktik. Der CDU ist es zu verdanken, dass es Gemeinschaftsschulen in der von Frau Kraft und Frau Löhrmann geplanten Form nicht geben wird. Damit gibt es nun eine dauerhafte Absicherung des Gymnasiums als nachgefragtester Schulform. Ebenso wurde die Berufsorientierung für die Hauptschüler zum wesentlichen Bestandteil der Sekundarschulen durch die CDU gemacht", so der Fraktionsvorsitzende der NRW-CDU, Karl-Josef Laumann. "Kernelement der Sekundarschulen wird die gute Arbeit der Realschulen, sowie die guten Fördermöglichkeiten, wie sie den Hauptschülerinnen und Hauptschülern in den letzten Jahren durch die Hauptschulen geboten wurden."
Die aus CDU-Sicht wichtigsten Punkte des Konsenses:
1. Das gegliederte Schulwesen bleibt erhalten und wird in der Verfassung verankert. Die Zukunft von Realschulen und Gymnasien ist damit gesichert.
2. Die neue Schule bietet den Kommunen die Möglichkeit, vor Ort eine weiterführende Schule auch in Zeiten zurückgehender Schülerzahlen anbieten zu können.
3. Die drohende Überforderung vieler Kinder durch die Festschreibung eines gymnasialen Bildungsganges mit der zweiten Fremdsprache ab der 6. Klasse konnte abgewendet werden. Gymnasiale Standards gibt es nun als Leistungsanforderung für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die – wie schon heute 30 Prozent der Realschüler – nach Abschluss der Sekundarschule in die Oberstufe wechseln.
4. Die neue Schule kann gleichberechtigt integrierte und differenzierte Bildungsgänge anbieten. Beide Modelle sind gleich ausgestattet (Pflichtstunden der Lehrer: 25,5 pro Woche und Klassenfrequenzrichtwert 25 Schüler). Zudem wird es einen Stufenplan zur Absenkung der Klassenfrequenzrichtwerte in allen Schulen geben. Damit hat die CDU durchgesetzt, dass die Demographiegewinne auch den bestehenden Schulen zu Gute kommen.
5. Darüber hinaus hat die CDU dafür gesorgt, dass die Klassengröße in Grundschulen verkleinert wird (Klassenfrequenzrichtwert 22,5 Schüler). Damit wird der Bestand von kleinen Grundschulen vor Ort gesichert.
Zurückgehende Schülerzahlen stellen die Kommunen vielerorts vor Herausforderungen. Bei der notwendigen Neustrukturierung der Schullandschaft hat die CDU immer den regionalen Konsens gefordert. Dieser Forderung trägt die jetzt erzielte Einigung Rechnung.
Das wollte Rot-Grün:
Grün will laut Wahlprogramm das gegliederte Schulsystem Schritt für Schritt aufgeben.
>> Das wird auf Betreiben der CDU durch die Verfassungsänderung langfristig verhindert.
Grün wollte einseitig das integrative Schulsystem „mit Anreizen“ bevorzugen.
>> Das bestehende gegliederte System wird nun auf Betreiben der CDU gestärkt.
Rot will laut Wahlprogramm alle Schulen vereinheitlichen und das mehrgliedrige Schulsystem durch Übertragung des längeren gemeinsamen Lernens auf alle Schulformen aushöhlen.
>> Auch das hat die CDU verhindert.
Diese Ziele musste Rot-Grün aufgeben:
Rot-Grün musste die einseitige Bevorzugung des integrativen Systems aufgegeben.
Rot-Grün musste sich vom Ziel, bis zum Ende der Legislaturperiode 30 Prozent der bestehenden Schulen in Gemeinschaftsschulen umzuwandeln, verabschieden.
Siegener Beschlüsse
Der Konsens stimmt mit den Siegener Beschlüssen überein: Realschulen und Gymnasien sind durch die Verfassungsänderung gesichert. Die Verbundschule wird als Sekundarschule weiterentwickelt. Die Zweizügigkeit wird im Verbund ermöglicht und sichert damit ein weiterführendes Schulangebot vor Ort. Das Ziel „kleinere Klassen“ wurde erreicht.



