Quarzabbau: Ilka von Boeselager unterstützt Bürger-Petition
CDU-Landtagsabgeordnete wendet sich an die Regierungspräsidentin
Bonn, 12. April 2011: Im Blick auf die anhaltende Suche nach künftigen, geeigneten Abbauflächen für den sogenannten hochreinen weißen Quarzkies fordert die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager, ein konzentriertes Augenmerk auf mögliche Erweiterungsareale des Abbaugebietes Weilerswist-Nord zu richten. In einem Schreiben an die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken unterstreicht die Swisttalerin, dass sie eine Erweiterung in Weilerswist unter den diskutierten Alternativen für „grundsätzlich am wenigsten strittig“ halte. Das infrage kommende Terrain in Nachbarschaft zu der A 61 umfasse keinen hochwertigen Pflanzen- und Baumbestand, aus örtlicher Sicht könne eine Erweiterung auf größere Akzeptanz hoffen.
Ilka von Boeselager hat daher die Regierungspräsidentin gebeten, die übergreifende Suche nach möglichen Erschließungsflächen vor allem auf Weilerswist zu konzentrieren. Bisher stellt die Kölner Bezirksregierung eine Ausdehnung des Weilerswister Tagebaus unter anderem mit dem Hinweis hintenan, dass das Weilerswister Areal in ein Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet hineinrage. In ihrem Schreiben an Gisela Walsken verweist Ilka von Boeselager demgegenüber auf frühere Bewertungen des zuständigen NRW-Ministeriums, nach denen durch den Kiesabbau in Weilerswist-Nord keine erheblichen Beeinträchtigungen des FFH-Gebietes „Villewälder bei Bornheim“ zu erwarten stünden. Melderelevante Aspekte, die sich durch Anpassungen ergäben, seien seinerzeit als eher geringfügig eingestuft worden.
Die gehäuften Bürger-Petitionen vor allem aus Bornheim und Swisttal machten deutlich, dass „ein Abbau an den anderen Standorten keinen oder weit weniger Rückhalt“ fände. Dieser Wille müsse bei der Abwägung möglicher Standorte maßgeblich gewichtet werden.



