EU-Förderung macht sich bezahlt
18 Millionen Euro aus den EU-Fonds für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis
Bonn, 30. Mai. Im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis sind seit dem Jahr 2007 verschiedene Projekte mit rund 18 Millionen Euro aus den Europäischen Strukturfonds unterstützt worden. Wie die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager mitteilt, gingen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mehr als 4 Millionen Euro an das zwischen Rheinbach und Meckenheim gelegene Science-to-Business-Center AgroHort, ein Projekt der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. Weitere 400.000 Euro erhielt die Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften e. V. in Wachtberg.
Für kreisweite Projekte, zu denen beispielsweise die Regionale 2010 „Grünes C“ gehört, wurden über EFRE mehr als 13 Millionen Euro eingeworben. Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung offeriert vor allem kleineren und mittleren Unternehmen direkte Hilfen für Investitionen, die eine dauerhafte Beschäftigung gewährleisten. Auch die Infrastruktur im Kontext von Forschung und Innovation, Telekommunikation, Umwelt, Energie und Transport wird über ihn gefördert, ebenso die Zusammenarbeit zwischen Städten und Regionen.
Daneben wurden durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) seit dem Jahr 2007 eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen im linksrheinischen Raum des Rhein-Sieg-Kreises mit mehr als 220.000 Euro unterstützt – vor allem in Form von Bildungschecks, Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Ziel dieses EU-Förderfonds ist es, die Berufs-Chancen der Arbeitnehmer zu erhöhen. Laut Ilka von Boeselager haben über den ESF neben Weiterbildungseinrichtungen wie beispielsweise der Alanus Hochschule oder der VHS Meckenheim-Rheinbach-Swisttal-Wachtberg auch Fahrschulen, Dentallabore oder therapeutische Praxen Fördermittel erhalten.
Ilka von Boeselager weist darauf hin, dass die tatsächlichen Bewilligungen durch die Kofinanzierung von Land und Bund „noch weitaus höher liegen“: „Alles in allem wurden in der EU-Förderperiode 2007 – 2013 jetzt schon rund 36 Millionen Euro verfügbar gemacht, die vor allen Dingen auch Wachstums- und Beschäftigungseffekte fördern. Dies zeigt beispielhaft, wie eng wir im Rhein-Sieg-Kreis mit Europa verknüpft sind.“
Die EU-Regionalpolitik zählt mit ihren Förderinstrumenten und einer Gesamtausstattung von rund 350 Milliarden Euro in der laufenden Förderperiode 2007 bis 2013 zu den wichtigsten EU-Politikbereichen. Für diesen Förderzeitraum erhält das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt rund zwei Milliarden Euro an EU-Mitteln aus den Strukturfonds, um die soziale und wirtschaftliche Annäherung der Regionen zu stärken, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu intensivieren und unnötige Barrieren abzubauen. Aktuell werden für die Förderperiode ab 2014 in Brüssel die entscheidenden Weichen gestellt.



