25.9.09: Minister Lutz Lienenkämper besucht den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis

Quelle: Bonner Rundschau, Foto: General-Anzeiger, Bonn

 

Lärm an der Autobahn wird neu berechnet

 

Wichtige Verkehrsprojekte im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis waren am Donnerstag Thema eines Arbeitsessens der Bürgermeister und CDU-Politiker aus den Städte und Gemeinden mit dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Lutz Lienenkämper.

 

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Eine Übersicht. Wie es mit den Straßen in und um Bonn weitergehen soll, dazu gab es Beratungen der CDU-Politiker.

 

RHEIN-SIEG-KREIS Hier eine marode Fahrbahndecke, dort eine Straße, die möglichst zügig gebaut werden soll, da eine Trasse, die keinesfalls realisiert werden soll: wichtige Verkehrsprojekte im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis war am Donnerstag Thema eines Arbeitsessens der Bürgermeister und CDU-Politiker aus den Städte und Gemeinden mit dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU), zu dem die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager auf die Burg Heimerzheim eingeladen hatte.

 

Südtangente

 

Von einer möglichen „gleichfarbigen" Übereinstimmung in NRW und im Bund nach der Bundestagswahl (gemeint ist eine schwarz-gelbe CDU / FDP-Koalition) versprechen sich Lienenkämper sowie der Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen (CDU) und Landrat Frithjof Kühn (CDU), die an dem Gespräch teilnahmen, eine neue Chance für die großräumige Verbindung zwischen den Autobahnen 565 und 3 (Köln-Frankfurt). Beunruhigend, so sagten der Minister und Kühn übereinstimmend, sei allerdings die Ankündigung des künftigen Bonner Oberbürgermeisters Jürgen Nimptsch (SPD), den bisher freigehaltenen Korridor in Bonn-Friesdorf verplanen zu lassen. Lienenkämper: „Daran kann die Bonner rechtlich niemand hindern, aber das wäre das Ende der Veranstaltung."

 

Lärmschutz A 61

 

Nachdem nicht alle Bundesmittel für den Lärmschutz abgerufen werden, wird der Grenzwert in einem Lärmschutzpakt II um drei Dezibel gesenkt. Für Wormersdorf, wo die Belastung rechnerisch bisher nicht hoch genug war, Miel und Heimerzheim sollen dann neue Untersuchungen vorgenommen werden. Den Vorschlag von Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz, den tatsächlichen Lärm zu messen, statt ihn zu berechnen, lehnt das Ministerium ab.

 

Ortsumgehung Roisdorf

 

Die Fertigstellung der L 183n erst in frühestens vier Jahren begründete Lienenkämper mit dem Bau einer Brücke über die Bahnlinie Bonn-Köln. Die Bahn habe mitgeteilt, dass sie erst 2012 fertig werde. 2010 soll ein Kreisel an der Kreuzung Roisdorfer Straße gebaut werden.

 

Witterschlick

 

Beim Dauerthema Ortsumgehung Witterschlick riet Lienenkämper zu „kreativen Lösungen" und bestärkte die Gemeinde darin, mit dortigen Ton- und Quarzkiesfirmen über eine spätere Umwidmung von Betriebsstraßen zu sprechen. Der künftige Bürgermeister Rolf Schumacher und Fraktionsvorsitzender Barthel Schölgens mahnten die Sanierung der Landstraße 113 an, die teilweise in sehr schlechtem Zustand sei. Das sei augenfällig, bestätigte der Minister. Die scheidende Alfterer Bürgermeisterin Bärbel Steinkemper erinnerte daran, dass 1989 einer ihrer ersten Termine im Amt eine Bürgerversammlung zu der Sanierung gewesen sei: „Viel weiter sind wir immer noch nicht."

 

Ortsumgehung Flerzheim

 

Der Landesbetrieb Straßenbau hat mit der Umweltverträglichkeitsprüfung begonnen. Im Herbst ist der erste von drei Beteiligungsterminen. Im Frühjahr soll ein Verkehrsgutachten erstellt werden. Dabei soll auch die Belastung von Morenhoven einbezogen werden. Darauf drängten die Swisttaler Eckhard Maack und Frank Oberbeck. In Morenhoven gibt es Befürchtungen, die Ortsumgehung eröffne eine Abkürzung zwischen der Autobahn 565 (Meckenheim-Bonn) und der Anschlussstelle Miel auf der A 61. Einen Termin für die Fertigstellung nannte Lienenkämper nicht. Das sei unseriös, „aber wir ziehen das Verfahren so schnell wie möglich durch".

 

Waldstraße Rheinbach

 

Eine L 113n durch den Rheinbacher Wald, die im Kommunalwahlkampf heftiger Streitpunkt war, ist nicht Bestandteil der Landesplanung. Das bestätigte Lienenkämper auf Anfrage des Rheinbacher CDU-Fraktionschefs Bernd Beißel. Der Anregung von Dieter Heuel (CDU-Kreistagsfraktion), diese und andere Trassen im Integrierten Gesamtverkehrsplan (IGVP) zu streichen, um Missverständnisse zu vermeiden, lehnt das Ministerium wegen des Aufwands ab. Lienenkämper: „Wir arbeiten an Straßen, die auch gehen."

 

Meckenheim

 

Bürgermeister Bert Spilles wies auf den „erbärmlichen Zustand" der Burgstraße und Hilberather Straße (L 261) im Ortsteil Altendorf hin. Das Land will sich bei der Sanierung der 700 Meter mit dem Erftverband abstimmen, der die Erneuerung des Kanals plant.

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