27.01.10: Rheinbach und Swisttal gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

 

Repräsentanten der Stadt, Vertreter der Ratsparteien, Rheinbacher Bürger und Schüler der drei weiterführenden Schulen haben am 27. Januar im Rathaus der Stadt Rheinbach der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Zu der überparteilichen und öffentlichen Gedenkveranstaltung hatte der Rheinbacher Bürgermeister, Stefan Raetz, gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Ilka von Boeselager eingeladen. Sie fand im Rahmen des deutschlandweiten Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus statt, den der vormalige Bundespräsident Roman Herzog 1996 angeregt hat und der jeweils am 27. Januar eines Jahres, dem Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz, zum Gedächtnis auffordert.

 

 

"Gerade weil nicht mehr so viele Zeitzeugen da sind, die über die Gräueltaten des Nationalsozialismus berichten können, ist der regelmäßige Gedenktag für uns alle so wichtig", sagte Ilka von Boeselager, die zuvor auch an einer Gedenkveranstaltung auf dem Jüdischen Friedhof der Gemeinde Swisttal teilgenommen hatte: "Wir erinnern uns in Demut, mit großem Respekt vor allen Opfern und vielleicht auch im stillen Gebet. Wir werden das Andenken wach halten und für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde in aller Zukunft einstehen."

 

Die Schülerinnen und Schüler der Rheinbacher Gemeinschaftshauptschule, der Tomburg-Realschule und des Städtischen Gymnasiums hatten unterschiedliche, tief berührende Beiträge vorbereitet: Ausschnitte aus dem bekannten Tagebuch der Anne Frank, Erlebnisberichte von einem Schulbesuch des Konzentrationslagers Auschwitz, Fakten zum Holocaust, Plakate, die eindringlich das Wegsehen viele Zeitgenossen problematisierten. Die "Todesfuge" Paul Celans, 1948 erstmals in deutscher Fassung veröffentlicht, wurde vorgetragen, Musikstücke, unter anderem die israelische haTikwa, gaben der Gedenkstunde den Rahmen.

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