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Gespräche mit der Regierung der Provinz Limburg

Quelle: Mitteilung des Landtags NRW

 

24. und 25. Februar 2015. Der Gouverneur der Königin Theo Bovens empfing die zehn Abgeordneten Parlamentariergruppe NRW-Benelux des Landtags NRW im Gouvernement an der Maas und stellte einige der Deputierten (Minister) der Provinzregierung vor. In der Provinz Limburg, die an NRW und Belgien grenzt, leben 1,1 Millionen Menschen. Aufgrund der langen Grenze vor allem zu NRW ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stark ausgeprägt. Bis in die 70er Jahre hinein war Limburg eine Bergbauregion. Die zwölf Provinzen in den Niederlanden sind unter anderem zuständig für Wirtschaft, Kultur und Raumordnung. Das Provinzparlament Limburg (Provinzialstaaten) hat 47 Mitglieder und tritt etwa zehnmal pro Jahr zusammen. Es wählt die Regierung und beschließt es die Provinzialgesetze. Im März werden die Provinzparlamente neu gewählt.

 Limburg

In einer gemeinsamen Arbeitssitzung mit den Landtagsabgeordneten stellten die Provinzregierung zentrale Anliegen der Provinzregierung vor: Verkehrsverbindungen, Arbeitsmarkt und die Förderung von Wachstumsbranchen in der Region. Stefan Kupers, Senior Advisor der Provinz Limburg für Internationale Zusammenarbeit, sagte, dass sich die Provinz Limburg aufgrund ihrer Lage als "grenzüberschreitendes Metropolen-Gebiet" verstünde. In Technologie und Wissenschaft sei die Provinz Limburg gut aufgestellt, mit dem Greenport Venlo, dem Chemolot Campus, der Universität Maastricht sowie den umliegenden Hochschulen in Aachen, Lüttich, Hasselt und Eindhoven. Patrick van de Broeck, Deputierter für Raumplanung und Infrastruktur, ging auf den grenzüberschreitenden Schienenverkehr - und vor allem dessen Lücken ein. Es gebe "Flaschenhälse", die schnelle Verbindungen, unter anderem von Eindhoven nach Düsseldorf und von Eindhoven nach Aachen und Köln behinderten. Darunter leide auch das Ziel eines grenzüberschreitenden Arbeitsmarkts. Das war auch das Thema von Martin Unfried vom Europäischen Institut für Öffentliche Verwaltung Maastricht. Er sagte, es gebe mentale Grenzen, Sprachbarrieren und rechtliche Hürden, zum Beispiel bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen. Als Beispiel nannte er die Kinderbetreuung: Während viele niederländische Erzieherinnen eine Arbeitsstelle suchten, gebe es in Deutschland freie Stellen, ein Austausch finde aber kaum statt, unter anderem weil die Anerkennung der Abschlüsse sehr lange dauerte.

Bevor die Parlamentariergruppe den Vertrag von Maastricht, das Gründungsdokument der Europäischen Union besichtigte, bedankte sich der Deputierte Bert Kersten im Namen Provinzregierung für den Besuch und übergab dem Vorsitzenden der Parlamentariergruppe Eckhard Uhlenberg einen Brief, in dem er sich eine stärkere Zusammenarbeit der Provinz Limburg mit Nordrhein-Westfalen wünscht.

 

 

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